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Fettige Haare färben: Tipps, Vorteile & Nachteile im Vergleich

Viele Menschen fragen sich, ob sie ihre Haare lieber mit fettigem oder frisch gewaschenem Haar färben sollten. Gerade vor einem wichtigen Termin oder wenn die Haarfarbe dringend aufgefrischt werden muss, steht man oft vor der Frage: Muss ich meine Haare vorher waschen oder ist es besser, sie ein paar Tage ungewaschen zu lassen?

In diesem Blogartikel erfährst du, warum fettige Haare beim Färben manchmal sogar von Vorteil sein können, welche Risiken und Nachteile es gibt und wie sich das Ergebnis im Vergleich zu frisch gewaschenen Haaren unterscheidet. Außerdem erhältst du praktische Tipps, damit deine nächste Coloration garantiert gelingt.

Warum färbt man oft mit ungewaschenen Haaren?

Viele Friseure empfehlen, die Haare vor dem Färben nicht frisch zu waschen. Der Grund: Die natürliche Talgschicht, die sich nach ein bis zwei Tagen ohne Haarwäsche bildet, schützt die Kopfhaut vor den chemischen Inhaltsstoffen der Haarfarbe. Besonders bei empfindlicher Kopfhaut kann das ein echter Vorteil sein. Aber ist das wirklich immer die beste Methode? Und gibt es Situationen, in denen frisch gewaschene Haare besser geeignet sind? Schauen wir uns die Vor- und Nachteile im Detail an.

Vor- und Nachteile von fettigen Haaren

Fettige Haare Frau
Mariia Boiko/shutterstock.com

Vorteile

Bevor du zur Farbtube greifst, lohnt sich ein genauer Blick auf die Vorteile, die leicht fettiges Haar beim Färben mit sich bringt. Viele Friseure schwören auf diese Methode – und das hat gute Gründe! Im Folgenden erfährst du, warum ein wenig Talg auf Kopfhaut und Haaren beim Färben sogar hilfreich sein kann.

  1. Schutz der Kopfhaut: Die Talgschicht wirkt wie ein natürlicher Schutzfilm. Sie kann verhindern, dass aggressive Chemikalien der Haarfarbe (z. B. Ammoniak oder Wasserstoffperoxid) die Kopfhaut reizen oder sogar zu Brennen und Juckreiz führen
  2. Weniger Irritationen: Gerade bei sensibler oder zu Allergien neigender Haut ist es ratsam, die Haare nicht direkt vor dem Färben zu waschen. Die Talgschicht beruhigt die Haut und kann allergische Reaktionen abmildern
  3. Schonender für das Haar: Auch die Längen und Spitzen profitieren: Der Talg legt sich wie ein schützender Film um die Haare und kann verhindern, dass sie durch die chemische Behandlung zu stark austrocknen
  4. Gleichmäßiger Farbauftrag: Bei leicht fettigem Haar verteilt sich die Farbe oft besser, da das Haar nicht zu „griffig“ oder ausgetrocknet ist. Das sorgt für ein gleichmäßiges Farbergebnis

Nachteile

So praktisch die natürliche Fettschicht beim Färben auch sein kann – sie bringt nicht nur Vorteile mit sich. Gerade wenn das Haar zu fettig ist oder Rückstände von Stylingprodukten enthält, können beim Färben einige Probleme auftreten. Im nächsten Abschnitt erfährst du, welche Nachteile fettiges Haar bei der Coloration mit sich bringen kann und worauf du achten solltest.

  1. Zu viel Fett kann die Farbe blockieren: Sind die Haare sehr fettig oder sogar mit Stylingprodukten wie Haarspray, Gel oder Wachs belastet, kann das die Farbaufnahme behindern. Die Farbe dringt dann nicht gleichmäßig ins Haar ein, das Ergebnis kann fleckig werden
  2. Unangenehmer Geruch: Gerade bei sehr fettigen Haaren kann sich ein unangenehmer Geruch entwickeln, der auch nach dem Färben noch wahrnehmbar ist
  3. Farbintensität kann leiden: Bei extrem fettigen Ansätzen kann es passieren, dass die Farbe nicht so intensiv wird wie gewünscht, da das Fett wie eine Barriere wirkt

Vor- und Nachteile von nicht-fettigen Haaren

Vorteile

Frisch gewaschenes, nicht fettiges Haar bietet beim Färben ebenfalls einige Vorteile. Ohne überschüssigen Talg oder Rückstände von Stylingprodukten kann die Farbe direkt auf das Haar einwirken und ihr volles Potenzial entfalten. Im Folgenden erfährst du, warum viele auf die Coloration von sauberem Haar schwören und welche positiven Effekte das haben kann.

  1. Optimale Farbaufnahme: Frisch gewaschene Haare sind frei von Fett, Schmutz und Stylingrückständen. Die Haarfarbe kann direkt auf das Haar einwirken und wird oft besonders intensiv
  2. Keine Rückstände: Gerade bei Blondierungen oder Pastellfarben ist es wichtig, dass keine Rückstände auf dem Haar sind, um ein gleichmäßiges Ergebnis zu erzielen
  3. Frischer Duft: Frisch gewaschene Haare riechen angenehm und fühlen sich sauber an – das kann das Färbeerlebnis angenehmer machen

Nachteile

Haare Färben
Vimaliss/shutterstock.com

Trotz der Vorteile bringt das Färben von nicht fettigem Haar auch einige Risiken mit sich. Ohne die schützende Fettschicht ist die Kopfhaut den chemischen Inhaltsstoffen der Haarfarbe direkt ausgesetzt – das kann zu Irritationen oder Trockenheit führen. Im nächsten Abschnitt liest du, worauf du bei der Coloration von frisch gewaschenem Haar achten solltest und welche Nachteile auftreten können.

  1. Kopfhaut ist empfindlicher: Nach dem Waschen ist die Kopfhaut oft etwas gereizt, vor allem, wenn man kräftig massiert oder ein scharfes Shampoo verwendet hat. Ohne die schützende Talgschicht kann die Farbe schneller zu Brennen oder Jucken führen
  2. Höheres Risiko für Allergien: Die Poren der Kopfhaut sind nach dem Waschen geöffnet. Das erhöht das Risiko, dass chemische Inhaltsstoffe tiefer eindringen und allergische Reaktionen auslösen
  3. Austrocknung der Haare: Ohne schützenden Talgfilm können Längen und Spitzen durch die Färbung stärker austrocknen – das Haar fühlt sich nach dem Färben stumpfer an

Der direkte Vergleich: Fettige vs. frisch gewaschene Haare färben

Kriterium
Fettige Haare färben
Frisch gewaschene Haare färben
Schutz der Kopfhaut
Sehr gut, natürliche Barriere
Wenig, Kopfhaut ist empfindlicher
Farbaufnahme
Gut, bei leicht fettigem Haar
Sehr gut, wenn keine Rückstände
Risiko von Irritationen
Geringer
Höher
Farbintensität
Kann leicht vermindert sein
Meist sehr intensiv
Gleichmäßigkeit des Ergebnisses
Gut, solange nicht zu fettig
Sehr gut, bei sauberem Haar
Geruch
Kann unangenehm sein
Frisch und sauber
Risiko von Flecken
Bei zu viel Fett möglich
Gering, wenn Haar sauber ist

Tipps für das perfekte Färbeergebnis

Für ein optimales Farbergebnis solltest du deine Haare am besten 24 bis 48 Stunden vor dem Färben waschen. So kann sich eine leichte Talgschicht auf der Kopfhaut bilden, die vor Irritationen schützt, ohne dass das Haar zu fettig wird. Verzichte in der Zeit vor der Coloration auf Stylingprodukte wie Haarspray, Gel oder Öle, da diese die Farbaufnahme stören können. Sind deine Haare jedoch sehr stark verschmutzt, extrem fettig oder voller Stylingrückstände, empfiehlt es sich, sie einen Tag vor dem Färben zu waschen und anschließend auf weitere Produkte zu verzichten.

Besonders bei empfindlicher Kopfhaut kann es außerdem helfen, vor dem Färben eine beruhigende Kopfhautcreme aufzutragen. Wenn du eine Aufhellung oder Pastelltöne planst, achte darauf, dass das Haar möglichst frei von Rückständen ist – in diesem Fall ist frisch gewaschenes Haar meist die bessere Wahl. Grundsätzlich gilt: Je besser du deine Haare und deine Kopfhaut auf das Färben vorbereitest, desto schöner und gleichmäßiger wird das Ergebnis.

Fazit

Ob du deine Haare mit fettigem oder frisch gewaschenem Haar färbst, hängt von verschiedenen Faktoren ab: Empfindlichkeit deiner Kopfhaut, gewünschte Farbintensität und Sauberkeit der Haare. Für die meisten Menschen ist es ideal, das Haar ein bis zwei Tage vor dem Färben zu waschen und auf Stylingprodukte zu verzichten. So profitierst du vom natürlichen Schutz des Talgs, ohne dass die Farbe beeinträchtigt wird. Bei sehr empfindlicher Haut oder starken Farbwünschen kann eine individuelle Anpassung sinnvoll sein – im Zweifel hilft ein Gespräch mit dem Friseur deines Vertrauens.